03.Dezember 2004
Betrefft: Initiative: Nicht im Namen des Islam - NINDI
Sehr geehrter Herr Dr. Lejmi, sehr geehrter Herr Abu
El-Qomsan,
über die Gründung der Erlanger Initiative "Nicht im Namen
des Islam", die sich gegen Terror und Gewalt sowie
jegliche religiösen Extremismus wendet, haben wir uns sehr
gefreut und unterstützen Ihr Anliegen nachhaltig.
Wir sind der Ansicht, dass in Erlangen seit der Gründung
der Christlich-Islamischen Arbeitsgemeinschaft im Jahre
1996 viel für die Integration von Muslimen in unsere
Stadtgesellschaft geschehen ist. Ein hervorragendes
Beispiel stellt das Pilotprojekt "Islamischer
Religionsunterricht in deutscher Sprache an Regelschulen"
dar, das unter anderem auch Ihrem Engagement zu verdanken
ist.
Das friedliche Zusammenleben und das Tolerieren und
Akzeptieren des jeweils Anderen ist eine wichtige Säule
unsere Demokratie und unseres Gemeinwesens. Alle
Mitglieder unserer Gesellschaft - unabhängig von ihrer
kulturellen Herkunft und ihrer Religion sind gleichermaßen
aufgerufen, sich dafür einzusetzen, ein Leben in Frieden
und Freiheit für alle zu gewährleisen.
Mit Ihrer Initiative "Nicht im Namen des Islam" leisten
Sie hier einen wichtigen Beitrag, wir wünschen Ihnen, dass
sich viele Muslime in unserer Region Ihrer Bewegung
anschließen werden und die nichtmuslimische
Mehrheitsgesellschaft über die Ziele und Inhalte des
friedlichen Islams zu informieren und damit Ängste und
Vorbehalte auf beiden Seiten abzubauen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Siegfried Balleis
Dr. Elisabeth Preuß
Oberbürgermeister
Bürgermeisterin
29.Nov.2004
Guten Tag,
ich habe mit gemischten Gefühlen Ihre Seite im Internet
gelesen.
Ich finde es einerseits gut, sich als Moslem vom "Terror" zu
distanzieren, andereseits frage ich mich, was ist Terror??
Ist der
Kampf der Palästinenser Terror? Ist der Kampf gegen die
amerikanische
Besatzung Afghanistans und Iraks Terror??
Wieso müssen wir uns immer distanzieren von Sachen die wir
gar nicht
gemacht haben??
Hat sich der Oberzionist und Bundesinnenminister Schilly von
seinem
Freund Scharon distanziert??
Hat sich der Franke, Synodale und Christ Beckstein von dem
christlichen
Busch distanziert??
Vielleicht könnt ihr das von diesen Herren auf Eurer
Homepage
einfordern!! Das würde Eurem Internetauftritt mehr
Glaubwürdigkeit
verleihen.
Mit freundlichen Grüßen
Fuad
NINDI Antwort
Sehr geehrter Herr Fuad,
danke für die Email.
Der Terror nach unserer Verständnis ist jeder Angriff auf
Zivilisten, gleich ob der israelische Angriff auf der
Zivilbevölkerung in Palästina oder der Angriff der
Palästinenser auf israelische Zivilisten und der Angriff
Al-Qaida auf World-Trade-Center.
Unsere Initiative ist Zugunsten und Schutz von Zivilisten
und um die Muslime aus ihrer passive Haltung
herauszuholen. Es kann nicht sein, dass die Angriffe auf
Madrid ohne große Aktionen von Seite der Muslime gegen
diesen abscheulichen Terror vorbeigeht.
Mit freundlichen Grüßen
i.A. Mohamed Abuelqomsan
27.Okt.2004
Sehr geehrter Herr Abuelqomsan,
das Abgeordnetenbüro von Minister Schily hat Ihre Email über die Initiative
gegen Terror "Nicht im Namen des Islam" an das Bundesministerium des Innern
weitergeleitet.
Herr Minister Schily hat wiederholt auf die Bedeutung des
zivilgesellschaftlichen Engagements in der geistig-politischen
Auseinandersetzung mit islamistischen Extremismus und Terrorismus
hingewiesen. Die von Ihnen beschriebenen Zielsetzungen der Initiative
"Nicht im Namen des Islam" decken sich mit dem Anliegen des Ministers einer
Aktivierung der muslimischen Zivilgesellschaft gegen eine terroristische
Pervertierung der Weltreligion Islam. Ein Engagement für solche Ziele ist
grundsätzlich sehr zu begrüßen. Wichtig für solches Engagement ist dabei
auch, dass es nicht durch eine Ausrichtung diskreditiert wird, die
ihrerseits extremistische Elemente aufweist...
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Marscholleck
. Sep.2004
Betrefft:
INITIATIVE GEGEN DEN
TERROR: NICHT IM NAMEN DES ISLAM (www.nindi.de)
Sehr geehrter Herr Abuelqomsan,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 31.
August 2004, das Sie an unseren Fraktionsvorsitzenden Franz
Müntefering geschickt haben. Zuständigkeitshalber wurde das
Schreiben an mich weitergeleitet.
Ich danke Ihnen, dass Sie uns über die
Gründung Ihrer Initiative gegen den Terror „Nicht im Namen
des Islam“ unterrichtet haben. Ein Blick auf Ihre Homepage
zeigt, dass Ihre Initiative wohlbegründet ist und in die
richtige Richtung geht. Der Deutsche Bundestag hat am 26.
Mai 2004 einen Antrag verabschiedet, in dem es u.a. heißt:
„Der Deutsche Bundestag stellt fest,
dass die meisten Menschen islamischen Glaubens sich wie der
überwiegende Teil der Menschheit von Gewalttätern, die
terroristische Mittel anwenden, distanzieren. Deshalb ruft
er sie auf, sich in Ihren Gemeinden gegen den Missbrauch von
Religion zur Rechtfertigung von Gewalt außerhalb des
Gewaltmonopols des demokratischen Staates zu engagieren.“
(Drucksache 15/2306)
Ihre Initiative entspricht genau diesem
Aufruf. Wir begrüßen dies und hoffen, dass sie eine breite
Wirkung im Sinne Ihrer Ziele entfalten wird. Der Dialog
zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen wird dabei eine
zentrale Rolle spielen. Er sollte vor allem auf lokaler und
regionaler Ebene wahrgenommen werden.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Wolfgang Ehrhart
01.Sep.2004
Salam
aleikum,
ich
begrüße eure Aktion Nicht im Namen des Islam sehr!
Ich
könnte mir vorstellen, dass eine Demonstration gegen den
Terror, gegen viele Menschen mobilisieren könnte.
Gleichzeitig finde ich es gerade jetzt wichtig, sich mit
Frankreich zu solidarisieren und die Freilassung der
Journalisten zu fordern.
Die
Menschen sollen wissen, dass den Muslimen Menschenleben
wichtiger sind als ein Stück Stoff auf den Köpfen von
muslimischen Schülerinnen! Und dass wir Muslime uns
jederzeit mit den demokratischen staaten, in denen wir leben
identifizieren und nicht mit durchgeknallten "Dschihadniks",
die wahllos unschuldige Menschen killen!
Ich
werde auf meiner Seite
www.nasheed.de demnächst auch eine Erklärung
diesbezüglich bringen!
Allahs
Segen und Grüße aus Nürnberg!
Salam
Berlin, den 02.Sep 2004
„Nicht Im Namen Des Islam“ zu unterstützen ist unerlässlich
In unserer Zeit können Muslime Gott nicht danken, ohne die in seinem Namen
verübten Misstaten öffentlich zu verurteilen. Denn die Voraussetzung für die
Dankbarkeit Gott gegenüber ist, dass sein Willen nicht dermaßen stark negativ
in dem Bewusstsein der Öffentlichkeit belegt wird, wie zurzeit geschehen. Wie
kann man Gott lieben und danken, in dessen Namen so erbarmungslose Morde
geschehen? Diese öffentlich im Namen Gottes verübten Attentate und zelebrierte
Morde sind gerade ein Propaganda und Da’wa gegen den Islam. Daher muss
jedermann, der seine Dankbarkeit Gott gegenüber zum Ausdruck bringt und
„Alhamdu lillah“ (Bestandteil des Gebetes) sagt, die Initiative „Nicht Im Namen
Des Islam“ unterstützen.
Hamid Beheschti