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Quran 17:70 „Und
wir waren gegen die Kinder Adams huldreich und haben
bewirkt, dass sie auf dem Festland (von Reittieren) und auf dem
Meer (von Schiffen) getragen werden, (haben) ihnen (allerlei) gute
Dinge beschert und sie vor vielen von denen, die wir (sonst noch)
erschaffen haben, sichtlich ausgezeichnet“.
Quran 15:28,
29, 30 „Und (damals) als dein Herr zu den Engeln sagte: "Ich werde
einen Menschen aus trockenem, tönendem Lehm, aus schwarzem, zu
Gestalt gebildetem Schlamm schaffen. Wenn ich ihn dann geformt und
ihm Geist von mir eingeblasen habe, dann fallt (voller
Ehrfurcht) vor ihm nieder! Da warfen sich die Engel alle
zusammen nieder“
Abdullah Ibn
Amro sagte, sagte der Prophet a.s.: Wer einen Geschützte („Mu´ahid“
nicht Muslim unter Muslime) tötet, wird nicht mal der Duft des
Paradieses riechen, obwohl deren Duft von Hunderttausenden von
Kilometern zu riechen ist.
Sehr verehrte
Geschwister,
Seit vielen
Jahren, genauer gesagt seit dem Ende des Afghanistan-Kriegs,
halten die Morde an unschuldige Zivilisten an. Angefangen hat es
mit dem Bürgerkrieg, wo in der 90iger Jahre über 30 Tausend
algerische Zivilisten mit den grausamsten Methoden von politisch
motivierten Fanatikern kalt blutig ermordet wurden. Da die Muslime
damals es versäumt haben, gegen diese Ideologie der Tötung massiv
und auferklärlich vorzugehen, hat sich dieses Verbrechen gegen
unschuldige Zivilisten heute verbreitet und sich zu einer
weltweiten Bedrohung für die Zivilisation gemacht. Vor 2 Wochen
war die ägyptische Stadt Scharm El-Scheich das Ziel dieses
Menschenverachtenden Verbrechens.
Viele islamischen Fatwa-Komitees
sowohl in der islamischen Welt als auch im Westen in Spanien,
Großbritannien und Nordamerika haben sich Al-Hamdullah letzter
Zeit klare und eindeutige Fatawa diesbezüglich ausgegeben.
Letzte Woche hat das Komitee für
islamisches Recht in Nordamerika eine Fatwa herausgegeben, die von
120 islamischen Gelehrten und namhaften islamischen Organisationen
unterstützt ist. Diee Fatwa lautet:
Der Islam verbietet das religiöse
Extremismus und die Gewaltanwendung gegen die Unschuldigen
Menschen. Es gibt kein Entschuldigung oder Legitimierung für den
Terror. Die Zielung auf die Zivilbevölkerung mit
Selbstmordattentaten oder jede anderer Angriffsmethode ist nach
dem Islam verboten und die Täter gelten als Verbrecher. Im Quran
Sure 2:35 steht
„Aus diesem Grund haben wir den
Kindern Israel vorgeschrieben, dass, wenn einer jemanden tötet,
(und zwar) nicht (etwa zur Rache) für jemand (anderes, der von
diesem getötet worden ist) oder (zur Strafe für) Unheil (das er)
auf der Erde (angerichtet hat), es so sein soll, als ob er die
Menschen alle getötet hätte. Und wenn einer jemanden am Leben
erhält, soll es so sein, als ob er die Menschen alle am Leben
erhalten hätte. Und unsere Gesandten sind doch (im Lauf der Zeit)
mit den klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Aber viele von ihnen
gebärden sich nach alledem maßlos (indem sie) auf der Erde (Unheil
anrichten)“.
Und der Prophet a.s. erklärte in
viele seiner Hadithe, dass es keine Entschuldigung für die
Personen gibt, die sich an einem Verbrechen in irgendeiner Weise
beteiligen. Allah hat uns in Sure 2:143 befohlen, gemäßigt zu sein
„Und so haben wir euch (Muslime) zu
einer gemäßigten Gemeinschaft gemacht, damit ihr Zeugen über die
(anderen) Menschen seiet und der Gesandte über euch Zeuge sei.
Allah definierte für uns unsere
Verpflichtung gegenüber die Mitmenschen als er in Sure 3:104
sagte:
„Aus euch soll eine Gemeinschaft (von Leuten) werden, die zum
Guten aufrufen, gebieten, was recht ist, und verbieten, was
verwerflich ist. Denen wird es wohl ergehen.
Anhand der genannten Belege aus dem
Quran und Sunna erklären wir (das Komitee für islamisches Recht in
Nordamerika weiter):
1.
Jeder Angriff
auf die Zivilbevölkerung ist nach dem Islam verboten.
2.
Jede
Zusammenarbeit in irgendeiner Weise mit den verbrecherischen
terroristischen Gruppen ist nach dem Islam verboten.
3.
Die religiöse
und bürgerliche Pflicht jeden von uns ist die Unterstützung der
Behörden, um das Menschenleben zu schützen. (Zitat Ende)
Sehr verehrte Geschwister,
Diese Angriffe stehen im Widerspruch
zur Grundidee des Islams. Wenn die Attentäter sich darauf berufen,
ist das Frevel. Sure 6, 164:“... Und jeder begeht nur zu seinem
eigenen Nachteil (was er sich an Sünden zuschulden kommen lässt).
Und keiner wird die Last eines anderen tragen. Schließlich werdet
ihr zu euren Herrn zurückkehren“.
Auch wenn muslimische Menschen Opfer
von Aggression werden – wie im Irak, Tschetschenien oder Palästina
- ergibt sich daraus kein Recht, das gleiche zu tun.
Es gibt also weder aus menschlichen
noch Koranischen Gründen eine Rechtfertigung für solche Taten.
Dies muss allerdeutlichst gesagt werden. Man darf sich nicht durch
Schweigen schuldig machen. Es genügt also nicht, solche Untaten
selber abzulehnen, sondern man muss dies öffentlich und vor allem
auch vor den jungen Leuten deutlich machen.
Die Muslime hier in Europa, die sich
jahrelang für Dialog und Verständigung eingesetzt haben, müssen
damit fortfahren und sich nicht von derlei Stimmungen, wie sie
jetzt wieder aufkommen werden, entmutigen lassen. Im Gegenteil, es
ist das Interesse aller, deutlich zu machen, dass man zur
Mehrheitsgesellschaft gehört und sich explizit gegen
radikalisierte Kräfte stellt.
Es darf uns auf keinen Fall
passieren, dass wir das Leid vieler Muslime in vielen Ecken der
Welt aus den Augen verlieren. Wir können mit legitimen Mitteln für
mehr Gerechtigkeit in der Welt eintreten – und müssen als gutes
Beispiel voran gehen. Hier ist jeder einzelne gefordert, sich
auseinander zu setzen – es lässt sich keine Verantwortung abgeben.
Mohamed Abuelqomsan |