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Was sagt der Islam zu den
Angriffen auf den WTC
in N.Y.?
Quelle: Fatwa Bank
von IslamOnline.net
Datum der Fatwa: 08.09.2002
Name des Mufti: Faisal Mawlawi
(http://www.mawlawi.net)
Angriffe auf Zivilisten, auch wenn sie Bürger eines
feindlichen Staates sind, sind nach der islamischen Scharia nicht
erlaubt, da dies ihre Rechte verletzt und die Tötung Unschuldiger bedeutet. Wir
befinden uns in einem Dawa-Zustand mit dem Westen
(d.h. Muslime sind aufgefordert, zum Islam einzuladen). Die Muslime betreten
die westlichen Staaten mit einem Visum, das im Sinne des Islam als Abkommen
zwischen Person und Staat gilt, das eingehalten werden muss. Wenn
solche Attentate von Menschen muslimischen Glaubens begangen werden, hat der
Islam damit nichts zu tun und sind nach der
islamischen Scharia unzulässig, da der Islam keine
Verschwörung und keine Tötung von Unschuldigen erlaubt.
Ich fasse die wichtigsten Aspekte dieses Themas zusammen:
- Die Botschaft der Muslime als
Nachfolger und Anhänger der Gesandten Gottes fassen folgende Koranverse
zusammen: (Koran 3:104) „Aus euch soll eine Gemeinschaft (von Leuten)
werden, die zum Guten aufrufen, gebieten, was recht ist, und verbieten,
was verwerflich ist. Denen wird es wohl ergehen“. (Koran 41:33) „Wer hätte
etwas Besseres zu sagen, als einer, der (die Menschen) zu Allah ruft, tut,
was recht ist und sagt: "Ich bin (einer) von denen, die sich (Allah)
ergeben haben?".
Die wichtigsten ethischen Eigenschaften des Muslims sind milde zu den
Menschen zu sein, mit den Menschen auf beste Weise über den Islam zu
diskutieren, dem schlechten Verhalten der anderen mit gutem zu begegnen.
Dies und vieles mehr ist in zahlreichen
Koranversen und prophetischen Aussagen enthalten.
- Der
Dschihad im Sinne von Krieg war absolut verboten in den ersten 14 Jahren
der Offenbarung des Propheten Muhammad. Nach der Auswanderung der Muslime
nach Medina durften die Muslime sich selbst verteidigen, aber keinen
Angriffskrieg führen. Schließlich wurde der Kampf erlaubt nur zur
Selbstverteidigung und zur Verteidigung der Religionsfreiheit für die
muslimischen Minderheiten.
- Die
Welt ist heute offen und Muslime leben im Westen und genießen
Religionsfreiheit, deswegen ist der Krieg in demokratischen Staaten
unzulässig.
- Die
USA stellen sich uneingeschränkt hinter die verbrecherische israelische
Politik gegen die Palästinenser und somit ernten sie Hass und
Feindseligkeit vonseiten arabischer und muslimischer Bevölkerungen. Als
Reaktion darauf riefen muslimische Gelehrte zu friedlichen Aktionen auf, beispielsweise
zum Boykott amerikanischer Waren und amerikanischer Läden wie McDonalds,
aber kein einziger islamischer Gelehrter rief zu gewalttätigen Handlungen
auf amerikanischem Boden auf. Das würde großen Schaden für die Muslime im
Westen bedeuten.
- Der
Islam verbietet prinzipiell die Tötung von Menschen.
(Koran 5: 32) „ … wenn einer jemanden tötet, ohne dass dieser einen Mord
begangen hätte oder ohne dass ein Unheil im Lande geschehen wäre, soll es
so sein, als ob er die Gesamtheit der Menschen getötet hätte. Und wenn einer
jemanden am Leben erhält, soll es so sein, als ob er die Gesamtheit der
Menschen am Leben erhalten hätte.“
(Koran 17: 33) „Und tötet nicht die Seele, die Allah verboten hat, außer
mit Recht“.
Die Seele in diesen Koranversen umfasst jede Seele muslimisch und nicht
muslimisch. Die islamische Scharia sieht die
Todesstrafe aufgrund bestimmter Verbrechen vor, aber erlaubt niemals die
Tötung irgendeines Menschen aufgrund der Verbrechen anderer, weil die
Regel in der islamischen Scharia gilt:
(Koran 53: 38) „Und keiner wird die Last eines anderen tragen“
- Manche
denken, dass der Islam die Tötung von Nichtmuslimen ohne entsprechende
Schuld erlaubt. Sie begründen es, dass jeder männliche Nichtmuslim ein Harbi
sei. Richtig ist, dass nicht jeder Nichtmuslim Harbi
ist. Der Nichtmuslim wird Harbi, nur wenn er
oder sein Staat zum Krieg gegen Muslime aufruft. In diesem Fall werden nur
die an dem Kampf beteiligten Personen angegriffen. Die männlichen
erwachsenen Bürger dieses Staates werden Harbi
genannt, sie sind aber keinesfalls
als Ziel für Angriffe vorgesehen, wenn sie nicht direkt an
Kriegshandlungen beteiligt sind.
(Koran 2 : 190) „Und kämpft um Allahs willen gegen diejenigen, die
gegen euch kämpfen! Aber begeht keine Übertretung (indem ihr den Kampf auf
unrechtmäßige Weise führt)! Allah liebt die nicht, die Übertretungen
begehen.“
Der Prophet Muhammad schrieb seinem Armeeführer Khalid
Ibin Al-Walid: „Töte
keine Frau und keinen Aseef“.
Die Bezeichnung Harbi ändert sich mit einem
Friedensabkommen. Die UNO-Charta gilt als Abkommen zwischen den
unterzeichnenden Staaten.
Gemäß den oben genannten Punkten sagen wir eindeutig, dass
die Angriffe in New York und Washington aus islamischer Sicht in keinem Fall
akzeptabel sind und deswegen nicht als Istischhadia
bezeichnet werden können, da:
- die
USA kein Krieg gegen islamische Staaten führten,
- alle
Angreifer die USA mit einem Visum betraten, das nach islamischem Recht als
Abkommen zwischen der Person und dem erteilenden Staat gilt. Dieses
Abkommen setzt die Achtung der Gesetze des Gastgeberstaates voraus. Mit
diesen Angriffen haben sie sich gegen den Gastgeberstaat (in diesem Fall
die USA) verschworen und der Islam erlaubt keine Verschwörung.
- Die
Entführung von Zivilflugzeugen, in denen sich Frauen, Kinder, alte Leute
und sogar Muslime befinden, ist prinzipiell verboten, weil man damit die
Menschen terrorisiert und das
ist außerhalb des Krieges verboten und es herrschte kein Krieg. Nun wurden
mit diesen entführten Flugzeugen die Türme angegriffen, in denen sich
Tausende von zivilen Besuchern und Angestellten befanden.
Übersetzt und zusammengefasst
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