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FREIHEIT FÜR SUSANNE OSTHOFF
Dienstag, 29. November 2005
Im Namen der Menschlichkeit, in Demut gegenüber dem einem
Gott, als Freunde des Irak, des wichtigen Kernlandes der
großen arabischen Nation, als Freunde des irakischen Volkes
bitten wir die Personen, in deren Händen sich Susanne Osthoff
und ihr Fahrer jetzt befinden, beide so schnell wie möglich
wieder frei zu lassen und dafür zu sorgen, dass beider Leben
keinen weiteren Gefahren ausgesetzt ist.
Die Freiheitsberaubung von an der Besetzung des Irak
Unbeteiligten, mehr noch von erwiesenen Freunden des
irakischen Volkes, verstößt gegen die heiligen Prinzipien des
Islam. Frau Osthoff bekennt sich zum muslimischen Glauben und
hat die arabische Sprache erlernt, weil sie das irakische Volk
liebt. Aus Zuneigung zu diesem Volk hat sie in selbstloser
Weise viel Gutes getan für notleidende Iraker, die durch den
Krieg geschädigt wurden.
Frau Osthoff hat sich mit ihrem unermüdlichen humanitären
Engagement und auch mit ihren archäologischen Arbeiten
unzählige Verdienste erworben. Ihr wissenschaftliches Leben
hat sie in den Dienst der Erforschung der Geschichte des
Zweistromlandes gestellt. Ihr ist zu verdanken, dass wertvolle
unwiederbringliche Zeugnisse des Ursprunges der Menschheit
nicht in die Hände geschäftemachender Usurpatoren gerieten.
Wir appellieren an das Gewissen der Entführer, von denen wir
annehmen, dass sie Frau Osthoffs Verdienste und ihre Liebe
nicht kannten, jetzt jene unvermittelt frei zu lassen, die
sich um die Geschichte Arabiens verdient gemacht und wahrhaft
keine Schuld haben für die jetzt zwischen Euphrat und Tigris
herrschenden Probleme.
Im Namen des Vorstandes und des Beirates der
Deutsch-Arabischen Gesellschaft
Harald Moritz Bock
Generalsekretär der Deutsch-Arabischen Gesellschaft |