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Islamische Staaten sagen Terrorismus den Kampf an

 

Zum Abschluss des OIC-Gipfeltreffens haben alle muslimischen Staaten erklärt, den Terrorismus mit allen Mitteln zu bekämpfen und Toleranz und gegenseitiges Verständnis zu fördern
Bei dem zweitägigen OIC-Gipfeltreffen vom 7. bis 8. Dezember in Mekka haben alle Führer von mehr als 50 muslimischen Staaten dem Terrorismus den Kampf angesagt. Unter anderem sollen extremistische Passagen aus Schulbüchern entfernt und gegen Terrorfinanzierung vorgegangen werden.
In dem Abschlussdokument „Erklärung von Mekka“ der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) heißt es: „Die Nation des Islams ist in einer Krise. Die Krise betrifft Gegenwart und Zukunft, die Zukunft der gesamten Menschheit. Wir müssen entschlossen gegen abweichende Ideologien vorgehen, die den Terror rechtfertigen. Wir sind entschlossen, den Terrorismus in all seinen Formen zu bekämpfen.“
Ein anderer wichtiger Beschluss des OIC-Gipfeltreffens war die Einrichtung eines Fonds für Hilfsbedürftige in islamischen Ländern. Allerdings bräuchten arme OIC-Mitgliedsstaaten nicht in den Fond einzubezahlen, hieß es. OIC-Generalsekretär Ihsanoglu kündigte an, die Islamische Entwicklungsbank (IsDB) werde diesbezüglich mit ihren Vorbereitungen beginnen.
Darüber hinaus haben sich die Teilnehmerstaaten darauf geeinigt, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den muslimischen Staaten von 13 Prozent auf 20 Prozent zu steigern. Deshalb sollen in Zukunft die Visa-Bedingungen für Investoren und Geschäftsmänner gelockert werden.
Der neue Arbeitsplan für die nächsten zehn Jahre der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) sieht zudem
die Bildung eines neuen Rats für islamische Rechtswissenschaften vor, der bei religiösen Fragen als autorisiertes Entscheidungsorgan angesehen werden soll.
Außerdem wurde beschlossen, dass der Vorsitzende und der Generalsekretär des OIC künftig durch Wahlen bestimmt werden und dass jeder Mitgliedsstaat einen Stellvertreter im OIC hat.
Der saudi-arabische Außenminister Prinz Saud al Faisal forderte alle Teilnehmerstaaten auf, die Beschlüsse der Konferenz umzusetzen. „Nun ist es Aufgabe jeder muslimischen Regierung, die Maßnahmen, so Gott will, anzuwenden“, sagte al Faisal.
Die OIC-Konferenz war ein Gipfeltreffen von mehr als 50 muslimischen Staaten. Das Ziel der zweitätigen Konferenz war es, das Ansehen des Islams in der Welt zu verbessern. (hv)


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